Klappentext
Zehn Jahre nach dem Band SchulRäume.
Einblicke in die Wirkkraft neuer Lernwelten fragt dieses schulheft: Wie gestalten wir Lernräume, die wirklich wirken? Digitale und analoge Welten, Nachhaltigkeit, Inklusion und Wohlbefinden prägen heute die Anforderungen an Schulen. Flexible, gesunde und gemeinschaftsstiftende Räume werden zur Notwendigkeit.
Ein inspirierender Band für alle, die Schulen als lebendige Lern- und Begegnungsorte neu denken wollen.
Inhalt
Editorial
Christian Kühn
Schulbau in Österreich seit 2010
Bilanz und Ausblick
Lisa Lemke, Barbara Pampe
Räumliche Potenziale für Pädagogik entdecken – die Phase Zehn
Carla Schwaderer
Genderinklusive Gestaltung von Lernräumen
Wie Architektur Chancengleichheit fördern kann
Katharina Rosenberger
Transparenz als Prinzip
Martin Schneider, Peter Pöchersdorfer, Erich Streit, Lara Lazansky, Azra Korjenic, Tanja Tötzer
Citizen Science zur Steigerung der Hitzeresilienz an Schulen
Beate Weyland
Pflanzen in Bildungseinrichtungen
Koexistenz, Raumaneignung und Wohlbefinden als Dimensionen des Lernens
Renate Stuefer
Ein Palast der Hoffnung!
Schulbau und Klimabildung
Thea Chambers
Inclusive School Design: Process in Inclusive Place Making Through Everyday Use
Michael Zinner, Ulrike Schmidt-Zachl
Eine Schule als Gelegenheit
Ein Innehalten nach den Gründungsjahren
Autor:innen dieser Ausgabe
Editorial
Bildungsräume.
Entwicklungen, aktuelle Trends, Perspektiven
Zehn Jahre ist es nun her, dass sich die schulheft-Reihe mit dem Thema „SchulRäume. Einblicke in die Wirkkraft neuer Lernwelten“ (hrsg. von Katharina Rosenberger, Doris Lindner und Franz Hammerer, schulheft 163/2016) der Auseinandersetzung mit architektonischen und pädagogischen Aspekten der Schulraumgestaltung gewidmet hat. Der vorliegende Band knüpft daran an und bringt neue Aspekte mit ein. Seitdem hat sich vieles verändert, manches ist gleichgeblieben. Die Debatte um Lernräume ist lebendiger und vielschichtiger geworden. Digitale und analoge Welten verschmelzen zunehmend und die Frage, wie Technologie Lernprozesse unterstützt – oder auch behindert – fordert eine umsichtige Diskussion. Ökologische Nachhaltigkeit hat sich von einer Randnotiz zu einem zentralen Gestaltungsprinzip entwickelt, das Schulbauten heute genauso prägt, wie es auch in manchen pädagogischen Konzepten bereits verankert ist. Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an Schulen radikal gewandelt. Inklusion ist längst kein theoretisches Ideal mehr, sondern eine praktische Herausforderung, derer man sich mit barrierefreien, anpassungsfähigen und vielfältigen Räumen stellen muss. Flexibilität wird zur Notwendigkeit: Das bedeutet, dass Schulen heute nicht nur klassische Unterrichtsformen, sondern auch projektbasiertes Lernen, hybride Formate und individuelle Lernwege ermöglichen müssen. Die Rolle der Schule als sozialer Ort hat an Bedeutung gewonnen. Sie soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Gemeinschaft bilden, Sicherheit bieten und als Ort der Begegnung dienen. Gesundheit und Wohlbefinden rücken in den Fokus: Lernumgebungen müssen heute nicht nur funktional, sondern auch psychisch und physisch gesund sein. Dazu gehören unter anderem eine gute Luftqualität, eine angenehme Akustik, eine ansprechende Lichtgestaltung und eine geeignete Möblierung.
Den Raum als „dritten Pädagogen“ zu begreifen, ist eine Herausforderung für Architektur und Pädagogik gleichermaßen. Doch trotz aller Innovationen bleiben grundlegende Fragen bestehen: Wie können Räume geschaffen werden, die Lernen wirklich ermöglichen? Dieser Frage wird in diesem schulheft aus unterschiedlichen Perspektiven nachgegangen:
Der Beitrag von Christian Kühn analysiert den Schulbau in Österreich seit 2010. Die PISA-Studien lösten eine Debatte über Bildungsqualität aus und lenkten den Blick von den Lehrplänen auf die räumliche Gestaltung. So wurde das starre Gangschulmodell mit Frontalunterricht ab 2005 durch Cluster, offene Lernlandschaften und zentrale „Herzen“ ersetzt, um individualisiertes, inklusives Lernen zu ermöglichen. In dem föderalen Gefüge Österreichs teilen sich Bund, Länder und Gemeinden die Verantwortung. Strategien wie Schulentwicklungsprogramme und regionale Verordnungen fördern Innovation. Wien entwickelte als Sonderfall das BIENE-Campusmodell und das Campus-Plus-Konzept für nahtlose Übergänge zwischen verschiedenen Bildungsinstitutionen. Trotz dieser „stillen Revolution“ droht eine Standardisierung, beispielsweise in Form von schablonenhaft kopierten Lerntreppen. Radikale Vorbilder wie Frattons „Haus des Lernens“ und Ruppaners selbstorganisierte Lernateliers zeigen Wege jenseits instruktionalen Unterrichts auf.
Lisa Lemke und Barbara Pampe widmen sich einem entscheidenden, aber oft vernachlässigten Aspekt nach Abschluss eines Schul(um)baus: der pädagogischen Aneignung der neuen oder veränderten Räumlichkeiten. Nach jahrelangen Planungs- und Bauprozessen, die mit der „Phase Null“ beginnen und auf einer standortspezifischen Bedarfsermittlung basieren, markiert der Einzug in das fertige Gebäude keinen Endpunkt, sondern den Beginn der sogenannten Phase Zehn. Diese Phase versteht sich als eine sensible Übergangszeit, in der die gesamte Schulgemeinschaft – Schüler:innen, Lehrkräfte, pädagogisches Personal und weitere Akteur:innen – die neuen Räume schrittweise erproben, aneignen und mit pädagogischem Leben füllen muss. Lemke und Pampe stellen die „Phase Zehn“ als einen Prozess dar, der Zeit, Begleitung und strukturierte Reflexionsräume benötigt, um die architektonischen Veränderungen in pädagogische Praxis umzusetzen und die räumlichen Potenziale voll auszuschöpfen.
In ihrem Text argumentiert Carla Schwaderer, dass Schularchitektur nie neutral ist und bestehende Ungleichheiten räumlich reproduzieren kann. Historisch von Männern geplante Bildungsräume benachteiligen Mädchen und marginalisierte Gruppen. Aus einer intersektional-feministischen und dekolonialen Perspektive wird Genderinklusion gefordert, die über die Zweigeschlechtlichkeit hinaus TIN*-Personen einbezieht und Raum als „dritten Pädagogen“ versteht. Basierend auf Workshops und Interviews mit Kindern und Jugendlichen an der Technischen Universität Wien werden vier Handlungsfelder identifiziert: Rückzugsräume, niederschwellige Bewegungsmöglichkeiten, flexible Lernräume sowie eine differenzierte Gestaltung von Schultoiletten. Aus den Ausführungen lässt sich ableiten, dass genderinklusive Architektur durch bewusstes, nutzer:innenorientiertes Umdenken Selbstständigkeit, Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit fördert.
Katharina Rosenberger untersucht das Prinzip der Transparenz als zentrales architektonisches und pädagogisches Leitmotiv im Schulbau. Anhand zweier Szenarien – einer Gründerzeitschule und einer modernen Clusterschule – verdeutlicht sie, wie Architektur gesellschaftliche Werte wie Strenge versus Offenheit oder Kontrolle versus Partizipation verkörpert. Transparenz wird dabei nicht nur als ästhetisches oder technisches Merkmal, sondern als politisches Statement verstanden. Sie signalisiert Demokratie, Vertrauen und Zugänglichkeit, birgt jedoch zugleich Ambivalenzen, etwa als Instrument der Disziplinierung oder Überwachung. Der Beitrag analysiert drei Dimensionen schulischer Transparenz: die pädagogische, die organisatorische und die ökologische. Dabei wird das Spannungsverhältnis zwischen Offenheit und Schutz kritisch reflektiert: Zu viel Transparenz kann zu Stress, Rückzug oder Unsicherheit führen – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Sicherheitsbedenken. Daher plädiert der Text für ein ausgewogenes Raumkonzept, das neben lichtdurchfluteten, flexiblen Lernlandschaften auch geschützte, private Rückzugsorte bereitstellt – denn Schulen sind nicht nur Lern-, sondern auch Lebensorte. Letztlich ist gebaute Transparenz eine integrative Gestaltungsaufgabe, die pädagogische, soziale, ökologische und ethische Dimensionen vereint.
In ihrem Forschungsartikel thematisieren Martin Schneider, Peter Pöchersdorfer, Erich Streit, Lara Lazansky, Azra Korjenic und Tanja Tötzer die zunehmende Hitzebelastung an österreichischen Schulen und präsentieren das Projekt „Climate Ready Schools“ als Lösungsansatz. Früher auf Sommermonate begrenzt, ist die Hitzebelastung nun auch im Mai und September spürbar, was den Unterricht beeinträchtigt. Das Projekt, an dem Schüler:innen, Lehrkräfte und Wissenschaftler:innen beteiligt sind, entwickelt Maßnahmen zur Steigerung der Klimaresilienz von Schulen. Diese umfassen individuelle und organisatorische Lösungen wie flexible Zeitpläne und schattenspendende Bereiche, technische Lösungen wie effektive Lüftungssysteme und Sonnenschutz, sowie naturbasierte Lösungen wie Fassaden- und Dachbegrünung. Das Projekt zeigt zudem systemische Lösungen auf, darunter die Nutzung von Schulen als Kühlorte in städtischen Gebieten und die Anpassung von Unterrichtszeiten.
Beate Weyland untersucht in ihrem Beitrag Pflanzen als aktive Gestalter pädagogischer Räume in Bildungseinrichtungen. Basierend auf langjährigen Forschungsprojekten zeigt die Autorin, wie Pflanzen die Aneignung von Raum, das Wohlbefinden und das Lernen fördern. Dabei werden Pflanzen als lebendige Akteur:innen verstanden, die durch Wachstum, Fürsorge und Koexistenz mit Menschen Lernprozesse auf sinnlicher, sozialer und ökologischer Ebene vertiefen. Durch „Mikrolandschaften“ entstehen alltagsnahe Lerninseln, die Aufmerksamkeit, Verantwortung und nachhaltiges Lernen anregen. Studien belegen positive Effekte auf Stressreduktion, Konzentration und soziale Interaktion. Pflanzen wirken somit als „vierte Pädagog:innen“, die Architektur erfahrbar machen und ökologische Bildung im Alltag verankern. Sie ermöglichen inklusive, nichtsprachliche Lernzugänge und verwandeln Räume in lebendige, bewohnbare Lernumgebungen. Die Autorin betont, dass Pflanzen durch ihre Zeitlichkeit, ihr Wachstum und ihre Veränderung Raum bedeutsam machen und sich direkt auf Konzentration und Wohlbefinden auswirken. Ihre Präsenz fordert Beziehung und Fürsorge, wodurch Lernen sinnlich, verkörpert und sozial eingebettet wird. Insgesamt eröffnen Pflanzen somit eine Perspektive auf Bildung als relationale Praxis, die über funktionale und kognitive Ansätze hinausgeht und nachhaltige, ökologische sowie soziale Lernprozesse unterstützt.
Renate Stuefer stellt in ihrem Beitrag das HOPE Raumlabor vor. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das Klimaschutz und Klimawandelprozesse durch künstlerische und architektonische Methoden erforscht. Ziel ist es, junge Menschen in den Zusammenhang von Klimawandel und gebauter Umwelt einzubinden und ihnen durch co-kreative Methoden und Living-Labs die Möglichkeit zu geben, eine nachhaltige Zukunft mitzugestalten. Die Idee hinter diesem Projekt ist, dass Schulgebäude und ihre Umgebung nicht nur Bildungsorte, sondern auch Lehrmittel sind, um ökologische Zusammenhänge zu verstehen und nachhaltige Energiesysteme sichtbar zu machen. Durch die direkte Auseinandersetzung mit ihrem räumlichen Umfeld erwerben die Teilnehmenden Wissen und Fähigkeiten, um zur Energiewende beizutragen. Das HOPE Raumlabor zielt darauf ab, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Umwelt aktiv mitzugestalten, Selbstbildungsprozessen zu durchlaufen und nachhaltige Lösungen für den Klimaschutz zu entwickeln. Letztendlich sollen junge Menschen motiviert werden, sich weiterhin für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen – wie die Sehnsucht einer Schülerin nach einer Schule zeigt, die es noch nicht gibt.
Thea Chambers betont die Bedeutung einer inklusiven Schulgestaltung und hebt dabei hervor, wie wichtig es ist, den Lebenserfahrungen von Kindern mit Behinderungen Gehör zu schenken, um Umgebungen zu schaffen, die ihre Inklusion wirklich fördern. Anhand der Geschichte ihrer Tochter veranschaulicht sie, wie Barrieren in der baulichen Umgebung und in den Systemen Kinder ausgrenzen können und wie ihre Tochter und ihr Umfeld daran gearbeitet haben, diese Herausforderungen zu bewältigen. Diese Erfahrung unterstreicht die Notwendigkeit, inklusive Räume gemeinsam mit den Kindern zu gestalten und sicherzustellen, dass sowohl die bauliche Umgebung als auch die sozialen Systeme anpassungsfähig sind und Unterstützung bieten. Chambers plädiert für einen co-kreativen Gestaltungsprozess, der Kinder in die Gestaltung ihrer Umgebung einbezieht und es ihnen ermöglicht, sich gesehen, gehört und wertgeschätzt zu fühlen. Wichtig dabei sind iterative Gestaltungsprozesse sowie Zeit und Fachwissen, um Inklusion zu gewährleisten. Inklusive Gestaltungsprozesse und Umgebungen müssen sich gegenseitig unterstützen und so zu inklusiveren Schulgemeinschaften führen.
Michael Zinner und Ulrike Schmidt-Zachl präsentieren die ROSE-Schule als ein Modell für Bildungstransformation und raumzeitliche Resilienz. Die 2014 in Steyr gegründete und später nach Linz verlegte Schule zeichnet sich durch eine innovative Pädagogik und flexible Raumnutzung aus. Die Schule integriert schulische und außerschulische Räume, um eine „omnilozierte“ Lernumgebung zu schaffen, die auf Partizipation und Zusammenarbeit basiert. Zentral sind dabei die auf die Bedürfnisse der Lernenden abgestimmten Konzepte von Zeit- und Raumgestaltung. Die ROSE ist ein zeitgemäßer Lernort, der als Vorbild für nachhaltige Bildungseinrichtungen dienen kann, indem er Raum, Zeit und Organisation nahtlos miteinander verbindet.
Katharina Rosenberger und Carla Schwaderer
Autor:innen der Ausgabe
Herausgeberinnen
Katharina Rosenberger
Carla Schwaderer
Thea Chambers is an inclusive design specialist and Director of her consultancy, Mind the Gap. Her expertise comes through lived experience and leading inclusive design projects. Her research focuses on inclusive co-creating with children and young people.
Azra Korjenic ist Universitätsprofessorin, Institutsleiterin und Leiterin des Forschungsbereichs Ökologische Bautechnologien an der TU Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind ökologische Materialien und Konstruktionen, Gebäudebegrünung und Green and Smart Cities.
Christian Kühn ist Professor für Gebäudelehre an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Architekturgeschichte und -theorie sowie soziale Infrastruktur mit dem Fokus auf Bildungsbauten. Er ist Vorsitzender der Architekturstiftung Österreich und war von 2015 bis 2026 Vorsitzender des Beirats für Baukultur im österreichischen Bundeskanzleramt. Im Jahr 2014 war er Kommissar und Kurator (gemeinsam mit Harald Trapp) für den österreichischen Beitrag zur Biennale Venedig.
Lara Lazansky ist Studentin der Architektur an der TU Wien und seit 2025 Studienassistentin am Forschungsbereich für Ökologische Bautechnologien.
Lisa Lemke ist ausgebildete Lehrerin (Sekundarstufe II) und seit 2021 Projektleiterin bei der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen digitale und zukunftsfähige Bildung sowie pädagogische Architektur.
Barbara Pampe ist Architektin und seit 2019 gemeinsam mit Dr. Meike Kricke Vorständin der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Sie engagiert sich für einen zukunftsgerichteten Bildungsbau an der Schnittstelle von Pädagogik und Architektur.
Peter Pöchersdorfer ist Forscher am Austrian Institute of Technology zu den Themen Klimaresilienz, Mobilität und Energie. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Einbindung von Stakeholdern sowie der Partizipation von Bürgern in Projekten.
Katharina Rosenberger ist Hochschulprofessorin für Bildungswissenschaften an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Schul- und Unterrichtsforschung (insb. zum Thema „Schule und Raum“ sowie „Diversität“), Lehrer:innenbildung und pädagogische Professionalität.
Ulrike Schmidt-Zachl ist Professorin für Schulentwicklung an der PH Steiermark. Gemeinsam mit Michael Zinner arbeitet sie in bzw. mit der ROSE (www.rose-linz.org/dritte-ueber-uns / www.nextroom.at/building.php?id=40744&sid=47612 / www.neuelernwelten.at/inhalte/case-studies/case-study45/) an der Entwicklung dieses Gymnasiums, in dem die Aspekte Raum, Zeit und Organisation beim Umzug nach Linz 2022 verwebt wurden. Sie begleitet Schulen an der PH Steiermark in Entwicklungsfragen.
Martin Schneider ist Forscher am Austrian Institute of Technology mit Forschungsschwerpunkten Stadt- und Mikroklima, Klimawandelanpassung in urbanen Räumen und Klimaresilienz.
Carla Schwaderer ist Universitätsassistentin am Institut für Gebäudelehre und Entwerfen der TU Wien. Als sozialraumorientierte Architektin beschäftigt sie sich mit der Raumwahrnehmung, -nutzung und -bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von partizipativen Gestaltungs- und genderbezogenen Empowermentprozessen. Ihr Forschungsschwerpunkt ist Schularchitektur im Kontext von Gender, Inklusion und Klimawandel.
Erich Streit – nach dem Hochschulstudium an der BOKU in Wien arbeitet er seit 2020 als Universitätsassistent am Forschungsbereich Ökologische Bautechnologien an der TU Wien. Forschungsschwerpunkte sind Gebäudebegrünung, nachwachsende Rohstoffe und Luftqualität.
Renate Stuefer ist promovierte Architektin, Architekturpädagogin und Mutter von sieben Kindern. Sie lehrt und forscht seit 1995 am Institut für Kunst und Gestaltung 1 (TU Wien). Ihre Forschungs- und Projektschwerpunkte sind Lernumgebungen und Baumaterialien für aktive, selbstbestimmte und klimarelevante Lernprozesse mit dem Fokus auf Spiel und Bewegung im Raum. Von 2023 bis 2027 leitet sie das vom Klima- und Energiefonds geförderte FFG-Projekt „HOPE Raumlabor # Bildungslandschaften im Klimawandel“.
Tanja Tötzer ist Forscherin am Austrian Institute for Technology. Sie befasst sich mit nachhaltiger, energieeffizienter und klimaresilienter Entwicklung von Städten und Regionen sowie mit der mikroklimatischen Wirkung von naturbasierten Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels.
Beate Weyland ist außerordentliche Professorin für Allgemeine Didaktik an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen. Ihre Forschung verbindet Pädagogik, Architektur und Design mit dem Ziel, Bildungsräume als lernfördernde und nachhaltige Lebenswelten zu gestalten. International engagiert sie sich in Forschungsprojekten, Ausstellungen und Konferenzen zu den Themen Lernräume, Bildung und ökologische Transformation. Dabei untersucht sie insbesondere das Potenzial von Pflanzen als pädagogische und gestalterische Vermittler. Sie ist Gründerin und Leiterin des Forschungslabors EDEN – Educational Environments with Nature, das interdisziplinäre Ansätze für die Entwicklung nachhaltiger Bildungslandschaften erforscht. https://edenlab.unibz.it/
Michael Zinner ist Architekt und arbeitet gemeinsam mit Ulrike Schmidt-Zachl in bzw. mit der ROSE an der Entwicklung dieses Gymnasiums, in dem die Aspekte Raum, Zeit und Organisation beim Umzug nach Linz 2022 verwebt wurden. Michael Zinner lehrt an der Kunstuniversität Linz Architektur-Entwurf.
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Studienverlag: Schulheft 204
